Die mit den Pferden klopft: Sabine Schnabel

Sabine, du hast eine ziemlich außergewöhnliche Klopfakupressur-Zielgruppe für dich entdeckt, du arbeitest nämlich mit …

Pferden.

Wie bist du denn dahin gekommen?

Gegen Ende meiner Klopfakupressur-Ausbildung habe ich einen „Praxis-mit-Herz“-Workshop bei Marit Steinkopf besucht, in dem es darum ging, Klarheit über meine Wunschklientel zu bekommen. Das Besondere an dieser Art Coaching war bzw. ist immer noch, dass die kognitive Ebene, also das, was der Kopf uns sagt, ein wichtiger Teil von Erkenntnis ist, aber nicht die einzige Instanz. Es ging darum herauszufinden, was mein Herz sagt, was ich wirklich in meinem tiefsten Inneren will, wofür ich brenne. Bei mir kamen als Zielgruppe – oh Schreck – Pferde heraus. Das wollte ich erst gar nicht wahrhaben. Obwohl ein Teil in mir ganz laut JA!!! gerufen hat. In der Folge habe ich mich auf den Weg gemacht und gezielt Kontakt mit Pferden und Pferdehaltern aufgenommen. Ich bekam die großartige Chance, mit einer kleinen Herde frei experimentieren zu dürfen. Diese Pferde waren und sind wunderbare Lehrer für mich. Wie jedes Pferd, mit dem ich arbeite. Obwohl es Neuland für mich war, fühlte sich alles sehr stimmig an. Wenn ich vor einem Pferd stehe, bin ich in meinem Element. Nach und nach entdeckte ich, dass in meiner Familie etliche Menschen mit Pferden zu tun hatten, und auch bei mir kamen Erinnerungen hoch.

Du meinst, Erinnerungen an eigene Pferdebegegnungen …?

Ja. Erinnerungen an eigene Pferdebegegnungen als Kind und Erzählungen aus der Familie. Als Großstadtkind durfte ich meine Sommer in der Uckermark verbringen. Von diesem Schatz, den ganzen Tag im Wald, auf Sandwegen, im Wasser und mit Tieren zu sein, zehre ich noch heute. Jedes Jahr fieberte ich damals dem Besuch eines kleinen Gestütes bei Templin entgegen. Das war das Größte für mich, einem Pferd nahe zu sein. Tierärztin wollte ich in einem bestimmten Alter natürlich auch werden (lacht). Sehr glücklich war ich als Kind auf den Redefiner und Moritzburger Hengstparaden, die es bis heute gibt. Von meinem Vater erhielt ich vor kurzem den Familienglücksbringer in Form eines Hufeisens, das sein Onkel bei seiner Hufbeschlagsschmiedemeisterprüfung ad hoc für ein Pferd mit Hufproblemen schmieden musste. Er war nicht der einzige Hufschmied in der Familie. Mein Bruder hat sich als Fotograf längere Zeit mit Pferden beschäftigt. Mein Lieblingsbuch als Kind war „Das Pferdemädchen“ von Alfred Wellm. Das wäre damals wohl meine Wahl gewesen für das einzige Buch, das mit auf die Insel darf.

Sabine Schnabel

Foto: Volker Bohlmann/SVZ

Wow, das klingt herrlich! Man spürt deine Begeisterung … ich bin jetzt neugierig, was für Pferde das denn sind, mit denen du arbeitest, bzw. was es für Schwierigkeiten gibt und was du mit den Pferden machst?

Grundsätzlich arbeite ich für alle Pferde, die meine Dienste brauchen. Das können Freizeitpferde sein, Sport- oder Zuchtpferde, Therapiepferde, große Pferde, kleine Pferde, alte, junge, Ponys, Esel, egal ob als Einzelpferd oder als Herde. Es hat sich herauskristallisiert, dass ich besonders gerne mit Pferden arbeite, die als „hoffnungslose Fälle“ oder „austherapiert“ gelten.

Typische Herausforderungen, die Pferde haben, sind unseren menschlichen ziemlich ähnlich. Das reicht von Stress mit anderen Pferden in der Herde (die ja von Menschen zusammengestellt wird und nicht wie in freier Wildbahn von den Pferden selbst) über Transportprobleme (ein Pferd will nicht in den Anhänger), Futterprobleme, psychosomatische Symptome wie Hautekzeme oder Kotwasser bis hin zu Bindungsstörungen zwischen Stute und Fohlen. Auch Depressionen können dabei sein oder die Begleitung bei Geburten oder beim Sterben.

Oft rufen mich Pferdehalter, die schon sehr viel erfolglos probiert haben. Oder wenn ein Turnierpferd in speziellen Situationen sehr nervös ist. Sehr gut funktioniert die Arbeit begleitend und unterstützend zur tiermedizinischen oder physiotherapeutischen Behandlung, zur Regeneration oder wenn es mit dem Hufschmied nicht so gut läuft.

In erster Linie helfe ich dem Pferd, aus einem Zustand der Übererregung in die Entspannung zu kommen. Dazu arbeite ich hauptsächlich mit beruhigenden Klängen von Klangschalen, Monochord und anderen obertonreichen (harmonisierenden) Instrumenten. Sehr oft setze ich spezielle Stimmgabeln und meine Stimme ein. Das kombiniere ich mit Klopfakupressur. Sie kommt bevorzugt zum Einsatz, wenn es um Glaubenssätze geht. Denn auch Pferde haben Glaubenssätze und können sich selbst sabotieren. Ein Beispiel kann sein ‚Im Training springe ich super. Sobald Publikum dabei ist, schaffe ich das nicht mehr.‘  Oder ‚In diesen Pferdeanhänger gehe ich nicht!‘. Da kann man wunderbar mit Klängen und Klopfen helfen. Ich kam mal dazu, als ein Pferd nach einem Turnier partout nicht auf den Anhänger wollte. Pferdehalterin und Helfer waren total entnervt und unter Zeitdruck. Ich habe mit dem Pferd geklopft und Klang eingesetzt und konnte das Tier und sein Umfeld soweit entspannen und beruhigen, dass seine Halterin es nach kurzer Zeit problemlos auf den Anhänger führen konnte.

Ob die Klopfakupressur direkt am Tier geschieht oder auf Distanz stellvertretend bzw. mental, bestimmt das Pferd. Das kann jedes Mal anders sein.  Das gilt es zu erspüren. Denn das Pferd bestimmt, wie weit es in welchem Tempo gehen möchte.

Aber du bist immer in der Nähe des Tieres, auch wenn du stellvertretend klopfst, oder? Wie merkst du denn, dass sich ein Pferd entspannt? Spontan habe ich mich gefragt, ob Pferde eigentlich dann auch gähnen?

Ja, und wie sie das tun! Sie sind unmittelbar und ehrlich in ihren Reaktionen. Das heißt auch, dass sie weggehen, wenn sie genug haben oder wenn es ihnen nicht passt. Die meisten sind jedoch fasziniert und bleiben nach einer anfänglichen Skepsis dabei.  Oft kommen sie mehrfach wieder, und wir arbeiten portionsweise. Ich kann immer wieder beobachten, wie gut sie das für sich spüren und selbständig regeln. Dabei ist es egal, ob ich im Stall arbeite oder auf der Koppel. Wobei es natürlich sehr von Vorteil ist, wenn sie viel Platz zum freien Bewegen haben.

Ich bin immer in ihrer Nähe beziehungsweise in unmittelbarem Kontakt mit ihnen, auch wenn der in Metern gemessen unterschiedlich ausfallen kann. Die meisten lieben es, wenn sie Vertrauen gefasst haben, sehr dicht heranzukommen und den Klang oder die Berührung meiner Fingerspitzen direkt auf dem Körper zu spüren. Dahin kann es manchmal ein weiter Weg sein. Es ist eben ein Prozess.

Foto: Anika Büssemeier

Dass ein Pferd sich entspannt, merke ich neben dem Gähnen daran, dass es anfängt, „abzuschnauben“ (dieses Pferdeschnauben ist auch bei Chorleitern oder in der Gruppenarbeit mit Menschen sehr beliebt zum Spannungsabbau). Oder es leckt und kaut, „strahlt“ (uriniert), „äppelt“ (…), lässt Winde oder fängt an, sich auf dem Boden zu wälzen. Das sind alles sehr unmittelbare Reaktionen. Zudem ist spürbar, wie sich die Stimmung in der Umgebung verändert. Es wird ruhiger und friedlicher. Die Pferde schließen auch die Augen, senken den Kopf oder lassen ihre Unterlippe locker hängen, machen ihr „Entspannungsgesicht“. Als Fluchttiere, die immer auf der Hut sind, machen sie das nur, wenn sie sich sicher fühlen.

Verstehe ich es richtig, dass die einzelnen Teile des Prozesses dann manchmal nur ganz kurz sind?

Nein. So ist es nur in manchen Fällen, wenn die Pferde sehr ängstlich oder misstrauisch sind. Die meisten sind recht cool. Oder neugierig. Oder Genießer. Oder alles zusammen. Längere Passagen mit einer Klangschale auf der Kruppe oder entlang der Gliedmaßen sind durchaus üblich. Es geht immer nach dem Bedürfnis des Pferdes. Die sind so unterschiedlich wie bei uns Menschen. Einigen reicht ein kurzer Impuls oder mehrere, andere sind wie ein Schwamm und können gar nicht genug bekommen. Das ist auch tagesformabhängig. Mit Klang kann man energetisch unterversorgte Partien „auffüllen“. Genauso kann man übermäßige Anspannung mit Hilfe von Klangschwingungen mildern. Es geht immer um Ausgleich und Harmonisierung, um die Wiederherstellung des optimalen Energieflusses. Das wirkt sich dann auf das Immunsystem, die Selbstheilungskräfte und das Wohlbefinden des Pferdes aus. Die Begleitung mit Klang und Klopfakupressur scheint für die Pferde eine angenehme Erfahrung zu sein. Sonst würden sie nicht von alleine angelaufen kommen, wenn sie den Klang und das Klopfen einmal kennengelernt haben.

Du hast ja anfangs gesagt, dass du mit einigen Tieren experimentieren durftest. Musstest du mit den Pferdehaltern, die du nicht persönlich kanntest, noch Überzeugungsarbeit leisten oder wurde das gut an- und aufgenommen?

Das ist von Fall zu Fall verschieden. Viele Pferdehalter sind sehr offen, andere sagen ebenso ehrlich, dass das für sie nichts ist. Das ist ihr gutes Recht. Klang fasziniert jedoch alle, die sich darauf einlassen. Es ist wie das Klopfen etwas, das man tatsächlich erfahren muss. Da ist uns Menschen anfangs manchmal der Kopf im Weg. Sobald eine Schale oder Stimmgabel erklingt, sind die meisten fasziniert. Die Pferde sind es sowieso. Andererseits staune ich immer wieder, zum Beispiel auf Veranstaltungen, wer alles mit Klang arbeitet. Beim Klopfen ist es doch ähnlich, oder? Das finden viele anfangs auch ungewohnt bis befremdlich, und dann überzeugen die Erfahrungen diejenigen, die damit in Resonanz sind.

Was in der Pferdeszene inzwischen gängig ist, sind technische Geräte, die mit Frequenzen arbeiten wie Magnetdecken, Licht-, Laser- oder Farbtherapie. Es geht immer um Schwingungen. Die nutze ich auch für meine Arbeit. Ich persönlich arbeite mit viel Freude und Herz ganz individuell und „unplugged“. Dabei stimme mich jedes Mal neu auf das Pferd ein.

Die Bereitschaft, zunehmend auch unter sportorientierten Pferdehaltern, sich auf neue Methoden einzulassen, wächst stetig. Dabei ist die Arbeit mit Klängen ja überhaupt nicht neu. Wie sagte ein Pferdehalter neulich: ‚Vor zehn Jahren fanden wir Osteopathie auch noch komisch, und heute macht das jeder.‘ Das wird immer selbstverständlicher. So wie das Klopfen.

Mit meiner Arbeit mache ich ein Angebot. Ich bewerbe es, sage, hallo, hier bin ich, das könnt Ihr für Eure Pferde bei mir bekommen. Die Wahl liegt immer beim Pferdehalter und dann beim Pferd.

Liebe Sabine, das klingt sehr nach einer Arbeit, die passt – und nach einer Arbeit, bei der du deine Hochsensibilität wirklich im positivsten Sinne ausleben kannst, oder?

Ja, ich bin sehr froh und dankbar, dass ich nach verschiedenen beruflichen Etappen eine Tätigkeit gefunden habe, die ich sinnvoll finde und die mich erfüllt und glücklich macht. Mit dem Begriff Hochsensibilität kann ich eine Menge anfangen, würde ihn jedoch so auf mich nicht ohne weiteres anwenden. Wenn ich mit den Pferden arbeite, bin ich sicherlich in einer sehr feinen und sensiblen Wahrnehmung. Mache ich für meine Tätigkeit auf einem lauten und geschäftigen Turnier oder auf einer hektischen Messe Werbung, schalte ich teilweise in einen anderen Modus. Dabei bleibe ich gleichwohl präsent.  In diesem Wechselspiel von äußeren Reizen und ruhigen Phasen bewege ich mich.  Genau wie zum Klang essentiell eben auch die Stille gehört. In ihr passiert das Wesentliche.

Vielen Dank, Sabine!

Haben Sie schon mit Tieren geklopft? Wie immer freue ich mich über Ihre Kommentare.

Herzliche Grüße,
Ihre
Monika Richrath

 

Titelbild: Anika Büssemeier

Verfasst von Sabine Schnabel am 16. Oktober 2018

Klopfakupressur

Klopfakupressur-Techniken (auch unter Klopfen bzw. Tapping bekannt) wirken und entspannen sowohl auf der körperlich-emotionalen als auch auf der kognitiven Ebene. Sie sind eine sehr wirkungsvolle Methode, um stressbedingte Reaktionen, körperliche Beschwerden, belastende Emotionen sowie Verhaltens-, Denk- und Glaubensmuster, die Stressempfinden und dessen Folgen begünstigen, spür- und messbar – manchmal innerhalb kürzester Zeit – zu lindern, zu entspannen und aufzulösen.
Klopfakupressur-Techniken verstehen sich als eine ganzheitlich orientierte Methode und bedienen sich traditioneller Akupunkturpunkte, die mit Fingerspitzen beklopft werden, und kombinieren die Stimulation der körpereigenen Versorgungsysteme mit wirkungsvollen Affirmationstechniken genau an jenen Stresslinderungspunkten des Körpers, die viele Menschen oft schon ganz intuitiv in Zeiten von Anspannung und Belastung berühren.

Das Klopfen wirkt grundsätzlich auf alle Bereiche, die bei Belastungen, gleich welcher Art, eine Rolle spielen: so wirkt es ausgleichend auf die jeweils beteiligten Gehirnareale, entspannend auf das vegetative Nervensystem, lockernd auf die gesamte Muskulatur und positiv auf die Stimmung – auf Dauer schädigende Stresshormone wie z.B. Kortisol und Adrenalin werden abgebaut und Glückshormone wie z.B. Serotin und Beta-Endorphine („Nebennieren können nur entweder oder“) freigesetzt; so wird z.B. der Dauerstress durchbrochen und in der Folge z.B. das Scherzempfinden gelindert, reduziert, Emotionen neutralisiert – Entspannung, Ruhe und Gelassenheit entstehen……
Schon nach einigen sog. Klopfrunden, die nur wenige Minuten beanspruchen, sind die belastenden Beschwerden, Emotionen sowie Stressreaktionen in der Regel deutlich gesunken und eine spürbare Erleichterung, Reduzierung oder Auflösung der zuvor formulierten Belastungen wird von den Betroffenen wahrgenommen. Häufig findet eine Neubewertung der bisher belastenden Situation, Emotion oder körperlichen Empfindung statt, die wiederum einen gelasseneren Umgang mit dem zuvor formulierten belastenden Thema, körperlichen Beschwerde oder emotionalen Belastung ermöglicht – Perspektivwechsel statt Tunnelblick werden ebenso wieder möglich. Stimmung, Vitalität, Wohlbefinden und Motivation können oft erstaunlich schnell wieder positiv verändert und angehoben werden.
Für die Wirkung des Klopfens scheinen mehrere Komponenten gleichsam von Bedeutung: so spielen die Aspekte aus der Traditionellen Chinesischen Medizin ebenso eine Rolle wie das Zusammenspiel des gesprochenen/stillen Wortes mit vielfältigen neurobiologischen, haptisch-taktilen, kortikalen Mechanismen sowie die sog. Selbstwirksamkeitserfahrung. Siehe hier auch Studien und Forschung LINK dahin

In ihrer Grundform sind sie leicht erlernbar und so nicht nur im Coaching und medizinisch-therapeutischen Kontext wirkungsvoll einzusetzen, sondern auch für die Selbstanwendung (einfache emotionale Selbstfürsorge) besonders gut zu nutzen: z.B. als Intervention der Selbsthilfe bei akutem Stress und Stressreaktionen.
Aufgrund ihrer sanften Herangehendweise werden sie auch in der Trauma Bearbeitung immer häufiger als Interventionsmöglichkeit genutzt.

Auch wenn Klopfakupressur-Techniken ein wirkungsvolles Selbsthilfewerkzeug darstellen, kann es bei komplexen Themen sinnvoll sein, gemeinsam mit einem Klopfakupressur erfahrenden Berater, Coach, Therapeuten und/oder Arzt klopfender Weise diesen Themen weiter auf die Spur zu kommen.

Sie möchten mehr über Klopfakupressur-Techniken und ihre vielfältigen Anwendungsbereiche erfahren oder sind an einer Ausbildung interessiert?

Dann finden Sie hier mehr:

Coaching und Therapie, Workshop und Seminar Angebote

Link zu Mitgliedern/Anwendern

Ausbildungsangebote nach den Richtlinien des Verbands für Klopfakupressur e.V. unserer hochqualifizierten Trainerinnen und Trainer

Link zu Trainerinnen/Trainern

 

Verfasst von Carl Warkentin am 26. Oktober 2017

Die Lebensmauer-Technik

von Rehana Webster

Wie es gelingt negative Erlebnisse aus der Kindheit aufzuarbeiten, ohne diese genau zu kennen, beschreibt Rehana Webster aus Neusseeland. EFT wirkt auch dann, wenn wir die Gründe für die negativen Gefühle nicht kennen.

Von Rehana Webster, Neuseeland

aus Gary Craigs Newsletter ,

übersetzt und bearbeitet von Andrea Christiansen.

Diese Technik ist wunderbar geeignet, um mit Klienten zu arbeiten, die für ihr Problem keine auslösende Momente nennen können. Für manche Probleme, wie zum Beispiel das Gefühl nicht gut genug zu sein, egal in welcher Lebenssituation,

ist es für den Klienten oft nicht möglich, eine einzige spezielle, diesem Problem zu Grunde liegende Ausgangssituationen zu benennen. Die von Rehana Webster aus Neuseeland vorgestellte Technik ist für das Unterbewusstsein logisch und gibt dem Klienten Möglichkeiten, durch das Behandeln verschiedener, vergangener Situationen sein belastendes Gefühl zu minimieren.

Zeichne für den Klienten auf einem Blatt Papier eine Mauer auf. Die Mauer symbolisiert Hindernisse, die ihn davon abhalten, das negative Gefühl nicht gut genug zu sein, loszulassen. Der Klient erfährt nun, dass die unteren Reihen der Mauer sich auf frühe Lebensjahre beziehen, die oberste Reihe ist also die aktuelle Zeit. Bitte den Klienten mit wenigen Stichworten einzelne Steine der Mauer zu beschriften. Er schreibt zum Beispiel auf zwei Steine ganz unten: “Matheunterricht”, “Unkraut jäten”. Dies sind zwei Situationen aus seiner Kindheit, in denen er das belastende Gefühl, zum Beispiel nicht gut genug zu sein, erfahren hat. Weitere geeignete Erinnerungen trägt er in die Mauersteine darüber, je nach Lebenszeit, ein.

Erkläre nun dem Klienten, dass durch das Herausziehen der Steine im unteren Bereich der Mauer diese instabil wird. Je mehr Steine aus den Abschnitten der jüngeren Lebensjahre mit EFT behandelt werden, desto eher bricht diese Mauer zusammen und das belastende Gefühl löst sich auf.

Die biochemischen Verbindungen zu diesen alten Erinnerungen verändern sich, der Klient hat eine Chance, seine eigenen Fähigkeiten neu zu bewerten und in Zukunft alle Anforderungen des Lebens unbeschwert anzunehmen. In meiner Praxis unterstütze ich diesen Prozess gerne mit einer Visualisierung.

Viel Erfolg wünscht Andrea Christiansen EFT-Trainerin, Hamburg

 

 

Verfasst von Andrea Christiansen am 15. Mai 2017

Roger Callahan ist tot

Es ist ihm für den Mut zu danken, denn er hatte gegen viele Widerstände zu kämpfen eine solche, für unsere Medizinwelt so fremde Methode, zu verbreiten. Roger beschrieb das revolutionäre Konzept der ‚Psychologischen Umkehr‘ und hatte Erfolg mit seiner ‘Thougt Field Therapie‘‘, aus der dann Gary Craig EFT entwickelte. Hier ein Nachruf, den Gary auf seiner Web-Seite veröffentlich hat.

A Tribute to Roger Callahan, Phd:

Roger passed away on November 4, 2013 at the age of 88. He was the first to bring these “tapping procedures” to the public and did so around 1980. I met him and became his student in 1991. We all owe Roger a deep sense of gratitude. He was the one who took the original criticisms of a hostile profession and paved the way for us to spread this “strange process” throughout the world.Roger was a pioneer in every sense of the word. I remember asking him…

“Roger, should I be learning this process? After all, I have no credentials or training in this field.”

To which he replied… “It’s good that you don’t have that training. You have less to unlearn.”

This didn’t mean that newcomers should go into therapeutic areas where they don’t belong but it does point out that we must change our thinking about the therapy process. This was a monumental step in our progress. It launched everything.

Thank you Roger.

Love, Gary

Für mehr Infos über Roger Callahan: http://www.rogercallahan.com/memories/

Verfasst von Ulrich Görres am

Geschichte Klopfakupressur

Die Klopfakupressur ist ein emotionaler Heilungsprozess, in Verbindung mit ausgesuchten Akupunkturpunkten,jedoch anstatt Nadeln zu benutzen, können Sie auf sich selbst mit Ihren eigenen Fingerspitzen klopfen.

Das leichte Klopfen auf diesen “Akupunkturpunkten” stimuliert das Energie-Meridian-System und gibt unerwünschte negative Emotionen frei und es kann zu Verbesserung von körperlichen Schmerzen und Unannehmlichkeiten kommen.

Die grundlegende Theorie ist:
“Die Ursache aller negativen Emotionen ist eine Störung im körpereigenen Energiesystem.”

Wenn Sie Ihre Gedanken auf eine emotionales Thema konzentrieren, während Sie auf den Akupunkturpunkten klopfen, beruhigen Sie Ihr Körper Energie-Meridian-System.
Infolgedessen verringern sich die Auswirkung des negativen emotionalen Problems oder vollständig sie verschwinden vollständig.

Klopfakupressur kann schnell und einfach erlernt werden … und ist im Laufe der Zeit zu einem Selbsthilfe-Tool geworden, dass schnell Verbesserungen auf der emotionalen Ebene bringt.

Klopfakupressur wurde aus einer Reihe von synchronistischen Veranstaltungen geboren.

Chiropraktiker, George Goodheart, D.C. entdeckte, dass, wenn ein Patient an etwas dachte, was ihn ängstlich machte, ein Muskel, der zuvor als stark getestet wurde, dann schwach (Kinesiologie) testet.
Ein Psychiater, John Diamond, M.D., nahm zusammen mit Goodheart an einem Seminar teil und fand heraus, wenn er Muskel-Tests mit seinen Patienten benutzte, er den Kern der emotionalen Probleme schneller als mit traditionellen Psychotherapie erreichte.
Dr. Goodheart sprach mit einer medizinischen Gruppe über diese Phänomene und demonstrierte seine Muskel-Test-Technik, wo der Muskel schwach testete, wenn die Person Angst hatte oder eine falsche Aussage machte.
Ein Arzt, der zu der zeit anwesend war, Harvey Ross, zeigte die Muskel-Test-Technik, einer Gruppe von Freunden. Ein anwesender Freund beobachtete das alles mit grosser Faszination.
Dr. Roger Callahan, ein Psychologe, war so begeistert und begann Experimente mit Muskeltestversuchen und emotionalen Fragen.

Dr. Roger Callahan glaubte, dass emotionale Beschwerden durch eine Störung im Geist / Körper Energie-System verursacht wird.
Dr. Callahan integrierte alte chinesische Weisheit (Akupunktur) mit modernen Techniken (Kinesiologie) und entwickelte Thought Field Therapy (TFT). Die Kombination von Kinesiologie und Akupressur, mit der Dr. Callahan die Fingerspitzen nutze, um Akupunkturpunkte zu klopfen, um emotionale Probleme zu behandeln.

Gary Craig, ein von Stanford ausgebildeter Ingenieur, studierte Callahans Ideen und straffte sie und vereinfachte sie. Er entdeckte, dass er, indem er auf eine bestimmte und leicht zu merkende Abfolge von Akupunkturen klopfte, jedes Probleme oder Thema darauf anwenden konnte. Er nannte seine vereinfachte Entdeckung Emotional Freedom Techniques, EFT. siehe Markenrecht

Seitdem widmet sich Gary Craig der Verbreitung seines Ansatzes. Gary erkannte, dass, wenn jeder diese einfache Methode der Freisetzung von negativen Gefühlen wie Wut, Schmerzen, Wut, Hass, Angst, Schuld und Groll erlernt, wir alle ein friedliches und glückliches Leben leben können.

Gary Craig und Tausende von Anwendern auf der ganzen Welt haben die Effektivität bei der Lösung mehrerer emotionaler Probleme und unzähliger medizinischer Fälle erlebt.
Beispiele für Probleme:
Angst, Phobien, Ärger, Trauer, Angst, Depression, Trauma und Schuldgefühle, zusammen mit vielen anderen emotionalen und physischen Problemen. siehe Erfahrungsberichte

Unzählige Menschen haben ihre allgemeine körperliche Gesundheit verbessert, indem sie auf ihre emotionalen Themen klopfen. Es ist für Klopfakupressur Enthusiasten klar geworden, dass unsere ungelösten emotionalen Themen maßgeblich für die meisten körperlichen Schmerzen und Krankheiten beitragen.
Klopfakpressur bezieht nicht nur auf Symptome von körperlichen Schmerzen und Beschwerden, sondern adressiert auch die zugrunde liegenden emotionalen Antreiber, die solche körperlichen Problemen hervorbringt und die Ergebnisse sind wirklich bemerkenswert … und in vielen Fällen dauerhaft.

Natürlich erfordern einige Probleme eine anhaltende Anwendung von Klopfakupressur. Mit der korrekten und wiederholten Anwendung von Klopfakupressur können auch ernsthafte Probleme gelöst werden. Manchmal ist es jedoch besser, mit einem erfahrenen Klopfakupressur Anwender zu arbeiten, der helfen und unterstützen kann, komplexere Probleme zu lösen.

Klopfakupressur hat sich als ein einfacher und effektiver Ansatz für emotionale und physische Heilung erwiesen und trägt damit zum Wohlbefinden unzähliger Menschen bei.

Sie können mehr über Klopfakupressur und seine vielen Vorteile erfahren und praktische Schulungen bekommen.

Suche Ausbildung und Angebote

Diese werden von Trainern des D.A.CH Verbandes mit langjähriger Erfahrung in der Durchführung der Ausbildung gelehrt.
Etwas für jeden Interessierten Finde einen Workshop

Verfasst von Kerstin Warkentin am 12. Mai 2017